Die Autoritäten im Human Design System

Emotionale Autorität

Wer das Emotionalzentrum definiert hat, hat  kein Wissen im Jetzt. Jede Entscheidung MUSS die emotionale Welle durchlaufen. Je nach Stimmung können die Emotionen zu völlig unterschiedlichen Entscheidungen führen. Das wichtigste Kriterium ist Klarheit und Ruhe. Ähnlich einem See, in den ein Stein geworfen wird. Erst wenn die Wellen vorüber sind, lässt das Wasser wieder klar blicken. Ein ganz sicheres Indiz für eine garantierte FEHLENTSCHEIDUNG ist Verwirrung und Chaos. Wer die Emotionale Autorität hat muss warten, egal ob Stunden, Tage oder auch Wochen, bis sich keine Unruhe mehr im System zum bestimmten Thema befindet. Dann wird die Richtung vollkommen klar vor einem liegen.

Sakrale Autorität

Die Sakrale Autorität entspricht dem Reaktionsmuster des Generators. Es ist die klare Bauchstimme, die bei jedem etwas anders klingen kann und doch aber immer in einem klaren hmmm (ja, bzw. hinzu) oder bääh (nein, bzw. von weg) ihren Ausdruck findet. Oder es gibt ein weder noch, wenn keine Entscheidung notwendig ist. Für die Sakrale Autorität ist es gut, gefragt zu werden. „Lass die Dinge auf Dich zukommen“, ist der weiseste Hinweis für diese Autorität.

Milz Autorität

Das Milzzentrum ist unser Gesundheitszentrum und entscheidet instantan (= augenblicklich). Das bedeutet, das Milzzentrum weiß immer genau im selben Augenblick, ob etwas gut oder schlecht für unseren Körper ist. Die Stimme der Milz ist leise und kommt nur ein einziges Mal. Somit kann es bei Menschen mit Milzautorität zu einer spontanen Meinungsänderung kommen, die, wenn sie auch befolgt wird, zu einem sehr gesunden und zufriedenstellenden Leben führen kann. Sie führt zu spontanen Handlungen und spontanen Richtungsänderungen, denen es zu vertrauen gilt. Diese Autorität ist die schwierigste und wahrscheinlich die am wenigsten sozial akzeptabel.  Doch wer authentisch zu sich steht, wird auch im Außen so wahrgenommen und respektiert!

Ego Autorität

Das  Ego-Zentrum ist nur bei 30 % definiert und dadurch, dass die anderen Zentren Vorrang haben, kommt die Ego Autorität eher selten vor. „Die Kunst ein Egoist zu sein“, wurde schon in früher Literatur beschrieben und ist trotzdem heute noch sehr verpönt. „Das tut man nicht“, ist für denjenigen, der tatsächlich seinen eigenen Willen durchsetzen soll noch gravierender, als für alle anderen. „Sein Herz für das Leben zu öffnen“ steht hinter dieser Autorität des „wahren Egos“. Durch die vielen esoterischen Lehren ist gerade der Begriff des Egos sehr negativ behaftet. Diejenigen, deren Autorität das Ego ist, müssen all diese Vorurteile überwinden und diese grandiose Motorkraft nutzen, um ihr persönliches Wirken zum Ausdruck zu bringen. Somit ist die Arbeit an der Herzensenergie unumgänglich, um überhaupt mit seiner Autorität in Kontakt zu treten.

Autorität aus dem Selbst heraus

Ein weiteres großes Thema auf dem Weg in die Spiritualität ist das „Selbstbewusstsein“. Ähnlich wie bei den anderen Autoritäten wird auch hier der Selbstausdruck schnell unterdrückt, da dem Selbst jegliche Motorkraft (definierte Zentren wie Sakral, Wurzel, Emotionalzentrum und Ego) fehlt. Das Selbst muss sich selbst zum Ausdruck bringen, um sich seinem Selbst bewusst zu werden. Selbstgespräche sind sehr hilfreich für diese Autorität. Durch diese kann man sich der Richtung, in die einen das Selbst lenken will, bewusst werden.

Mentale Autorität

Sie ist „eigentlich“ etwas widersprüchlich zur Aussage des HDS, die aussagt, der Verstand ist nicht geeignet Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen müssen immer aus dem Körper, bzw. der entsprechenden Autorität erfolgen. Bei dieser Autorität ist das Ajna, also der Verstand,  definiert und entweder mit der Krone, mit der Kehle oder mit beiden verbunden. Alle anderen Zentren bleiben offen. Dadurch ist der Kontakt mit anderen Menschen sehr wichtig, um sich selbst zu hören, was man sagt. Für eine Mentale Autorität ist die Reflexion der Gespräche mit anderen über ein bestimmtes Thema entscheidend. Aus diesem Prozess geht die Bewusstwerdung der Richtung, in die die Entscheidung geht, hervor.